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Quedlinburger SV

Abteilung Fussball

QSV trotzdem mit guter Leistung /Zwei nicht verwandelte Elfmeter

Im Testspiel am Sonntag nachmittag zwischen dem QSV und dem SV 1890 Westerhausen gab es einen 2:0(1:0)-Gästesieg vor 160 Zuschauern. Die Quedlinburger brachten sich selbst um ein besseres Ergebnis, weil sie zwei Elfmeter beim Stande von 0:1 nicht im gegnerischen Tor unterbrachten. Nico Stertz hatte Pech (35.), denn sein plaziert geschossener Ball krachte an die Unterkante der Latte. Michel Sauerzapf vergab die zweite Chance vom Punkt (69.) aber  ziemlich unkonzentiert, schoß genau auf den Keeper. Der QSV hatte eine dritte große  Ausgleichsmöglichkeit.  Erik Brahmanns Kopfball nach Freistoß von Marvin Steller hielt Gäste-Schlußmann Erik Elsner sensationell (64.). Wer weiß schon, wie die Partie ausgegangen wäre, wenn die Einheimischen den so nahen Ausgleich erzielt hätten. QSV-Trainer Uwe Schwierske ärgerte sich zwar über die vergebenen Möglichkeiten, war aber mit der  Leistung seiner Truppe zufrieden, die durchaus ein Kompliment verdient hat. Wie schon gegen Köthen zeigte sich aber, dass die Effektivität für ein erfolgreiches Abschneiden in der höheren Klasse unbedingt verbessert werden muß. So viele Chancen wie in der Harzoberliga gibt es eben nicht, und was sich an Möglichkeiten bietet, muß einfach besser genutzt werden.

Bei den Gästen fehlten noch einige wichtige Spieler wie Friedrich Reitzig und Steffen Hägemann. Dennoch hatte der Landesligaaufsteiger, der durchaus zu überzeugen wußte,   eine starke Truppe in der Lindenstraße parat mit dem Ex-QSV-Trio Borchardt, Kittke und Pflug, zu dem sich auch noch überraschend Thomas Wünsch gesellte.  Der QSV hatte bis auf Thomas Kleist und die verletzten Kunath-Zwillinge die Mannschaft beisammen, die wohl auch die Punktspiele bestreiten wird.

Die Partie begann ohne langes Abtasten. Westerhausen war auf ein schnelles  Tor aus, fand zuerst zu gefährlichen Aktionen, aber kein Durchkommen gegen die aufmerksame QSV-Abwehr. Auffällig das schnelle Umkehrspiel der Gäste. Das führte, nachdem auch die Gastgeber einige Male im Strafraum des Gegners aufgetaucht waren, zum 0:1 (24.). Ein Steilpaß in die Schnittstelle der QSV-Abwehr erreichte Christoph Klöppel, der  den völlig freistehenden Oliver Dolch bediente. Dessen  Flachschuß schlug unhaltbar ein. Der QSV antwortete sofort, holte eine Ecke heraus (27.). Nach der Ausführung durch Marvin Steller wurde ein QSV-Akteur im Strafraum umgerempelt. Schiedsrichter David Kawitzke (Rhoden), der sich zum wiederholten Mal mit einer untadeligen Leistung für höhere Aufgaben empfahl, zeigte sofort auf den Punkt. Nico Stertz schoß hoch in den linken Torwinkel - und traf nur die Latte. Pech. So hielt die Westerhäuser Führung bis zur Pause.

Die größte Möglichkeit nach dem Wechsel hatte zunächst der QSV. Freistoß für die Gastgeber (60.) aus halblinker Position. Marvin Steller führte aus, Erik Brahmann flog in der Mitte mit dem Kopf in die Flugbahn. Aber die Kugel schlug nicht ein, sondern wurde vom 1890-Keeper Erik Elsner mit einer unglaublichen Parade zur Ecke abgewehrt. Bei ausgeglichenem Spielverlauf, ohne größere Vorteile für die eine oder andere Seite, QSV-Trainer Schwierske hatte inzwischen vier Bankspieler eingewechselt, gab es den nächsten großen Aufreger in der 69. Minute. Steven Matthes hatte sich auf rechts  durchgesetzt und wurde im Strafraum nahe der Grundlinie unfair gestoppt. Der Unparteiische zögerte wieder keine Sekunde und gab erneut Strafstoß. Keeper Elsner reklamierte zwar, aber Kawitzke ließ sich nicht beirren. Die Ausführung verzögerte sich jedoch etwas. Hatte Michel Sauerzapf so zu viel Zeit zum Nachdenken? Jedenfalls war sein Abschluß wenig plaziert, Elsner parierte, und der QSV verpaßte zum dritten Mal in Folge den Ausgleich. Aber nicht nur das. Clever und ausgebufft nutzten die Gäste die Situation, als die QSV-Spieler der vergebenen  Chance nachtrauerten und die Abwehr noch nicht wieder organisiert war, zu einem schnellen Gegenstoß. Drei Mann schwärmten aus, konnten sich den Ball unbedrängt zuspielen, und auf links lauerte, völlig allein gelassen, Ronny Borchardt. Sein Schuß ins lange Eck bedeutete nicht nur das 0:2 (70.), sondern auch die Entscheidung. Es waren zwar noch zwanzig Minuten zu spielen, und der QSV steckte nicht auf, aber richtig wegstecken konnte die Mannschaft diesen Wirkungstreffer nicht. Gäste-Trainer Andreas Geuer brachte in der Schlußphase auch noch drei Wechselspieler, und sein Team  den Sieg, der lange auf der Kippe stand, mühelos über die Zeit. Und er hätte jetzt noch höher ausfallen können. Mehrfach hatten die Gäste Überzahl am QSV-Strafraum, aber es blieb  bei einem Pfostenschuß (77.) von Marco Michaelis.

QSV: Werner - Wegert, Maadaoui, Stosch, Steller, Brahmann, Schmidt, Stertz, Brenner, Horn, Scheffler. Eingewechselt: Sauerzapf, Hentschel, Rieneckert, Paul, Schönian, Matthes.

Westerhausen: Elsner - Kittke, Timpe, Fricke, Borchardt, Weber, Blum, Werner, Michaelis, Klöppel, Dolch. Eingewechselt: Pflug, Geuer, John, Wünsch.

QSV probte Angriffsvarianten / Gastgeber wehrten sich tapfer

Im Testspiel am Freitag abend gewann der QSV bei der SG Badeborn/Ballenstedt II mit 10:1 (6:1). Trainer Uwe Schwierske freute sich besonders "wie diesmal immer wieder versucht wurde, schnell abzuschließen. Nicht jede Chance ergab ein Tor. Aber so muß es sein in der Landesklasse: Nicht lange fackeln, entschlossen abziehen, wenn sich die Möglichkeit bietet. Das hat schon ganz gut geklappt. Auf diesem Weg müssen wir im Angriff weiterarbeiten." Mit vier Toren schoß Nico Stertz den Vogel ab, zweimal waren Michel Albrecht und Pascal Scheffler erfolgreich, einmal trafen Ronny Schönian und Franz Hentschel.

Der QSV brauchte einige Anlaufzeit, bis sich das auf den meisten Positionen veränderte Team gefunden hatte. Aber dann wurde der Zwei-Klassen-Unterschied doch deutlich. "Dieses Spiel war bewußt gewählt, um vor allem im Angriff mal neue Varianten zu proben, freie Räume zum sofortigen Torschuß zu nutzen", erläuterte Trainer Schwierske.  Vor allem Nico Stertz machte von seinen Möglichkeiten entschlossen Gebrauch. Er empfahl sich seinem Coach mit vier blitzsauberen Treffern. Aber auch andere wagten stärker als sonst einmal entschlossen zu schießen, selbst wenn das nicht auf Anhieb mit einem Treffer belohnt wurde.    Viele gute Szenen hatte Michel Albrecht auf "heimischem Parkett". Sein Kopfballtor zum 1:0, als er in eine scharfe Flanke (eigentlich Torschuß ?) von Pascal Scheffler hechtete, war vielleicht der schönste Treffer des Tages. Philipp Horn und Scheffler waren mehr als Ersatz für Stosch und Sauerzapf im Mittelfeld, eroberten und verteilten die Bälle, Erik Schmidt sorgte bis zu seiner Auswechslung aus berufliche Gründen immer wieder für Ballnachschub in die Spitze, wo Marvin Steller und Franz Hentschel oft auftauchten und für Belebung sorgten,  und die Viererkette mit Roman Wegert, Erik Brahmann, Ronny Schönian und Tom Rieneckert operierte fast 60 Minuten kurz hinter der Mittellinie.

Die Gastgeber waren nur zu Beginn mehrfach am QSV-Strafraum zu sehen, hatten ansonsten verständlicherweise  überwiegend mit Abwehraufgaben zu tun, konnten aber schließlich konditionell kaum noch mithalten. Immerhin hebelten Andreas Jäger und Christian Reuß in der 35. Minute nach einem Steilpaß die gegnerische Abwehr aus, und Reuß machte das 1:3. Aber nicht der Treffer führte zur Schrecksekunde für den QSV, sondern die Tatsache, dass Keeper Martin Werner nach  seiner Abwehraktion verletzt liegen blieb. Die Physiotherapeutin Susi Albrecht diagnostierte "Schulter ausgekugelt", konnte das Gelenk dann aber wieder einrenken. Hoffentlich hält es.  Und noch ein zweites Mal setzte sich der agile Andreas Jäger durch, als die QSV-Abwehr einen schnellen Einwurf verpennte und den Badeborner Goalgetter nur  unfair bremsen konnte. Aber dann "versemmelte" er den Elfer und die Großchance zu einem zweiten Treffer für sein Team.

Michel Albrecht ließ seiner Führung (24.) gleich das 2:0 folgen. Einen Abpraller schmeterte er unter die Latte (26.). Als Nico Stertz ansatzlos abzog hieß es 3:0 (29.). Dann bediente Albrecht den freistehenden Scheffler, der zum 4:1 (37.) traf. In der 40. Minute stand wieder Stertz richtig: 5:1. Für den 6:1-Pausenstand sorgte  Ronny Schönian flach ins Eck. Zwanzig Minuten ließen es   die Quedlinburger nun etwas gemählicher angehen. Als dann die Badeborner Abwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam, schaltete Scheffler am schnellsten und erhöhte auf 7:1 (65.). In der Folge  war Stertz zweimal an der Reihe. Erst schlug ein abgefälschter Distanzschuß zum 8:1 (73.) ein, dann vollendete er eine Dreierkombination mit Hentschel und Albrecht (77.). Den Schlußpunkte setzte der schnelle Hentschel, der mit einem langen Ball aus der eigenen Abwehr rechts davonzog und dem sicher entnervten Marko Schellhase im Badeborn Kasten den 10. Treffer "einschenkte".

QSV: Werner - Wegert, Horn, Hentschel, Rieneckert, Brahmann, Schönian, Stertz, Scheffler, Schmidt (46. Steller), Albrecht.

Badeborn:  Schellhase - T. Schumann, Jäger, R. Schumann, N. Schumann, S. Schumann, Hennig, Elze, Höbbel, Dünnhaupt, Reuß.

 QSV erwartet Sonntag SV 1890 Westerhausen / Höhepunkt in der Vorbereitung

  Einen Leckerbissen für die Fußballfreunde in Quedlinburg und Umgebung gibt es am Sonntag, 31. Juli, bereits 14 Uhr, im GutsMuths-Stadion Lindenstraße, mit dem Testspiel QSV – SV 1890 Westerhausen. Beide Teams sind Aufsteiger – die Quedlinburger in die Landesklasse, die Westerhäuser in die Landesliga. Die Begegnung ist zumindest für die Platzbesitzer der Höhepunkt in der Vorbereitung auf die neue Saison, nachdem Thale das für den 6. August vorgesehene Treffen wegen eines angesetzten Pokalspiels absagen musste.

 Westerhausens Neutrainer Karsten Armes hat eine intakte, spielstarke Mannschaft übernommen. „Die Beste, die je in Westerhausen gespielt hat“, ist sich Dirk Zimmerhäkel, Abteilungsleiter Fußball der Gäste, sicher. In ihren Reihen wirken noch immer mit Ronny Borchardt, Steffen Kittke und Steven Pflug drei Akteure mit, die das Fußball-ABC beim QSV erlernt haben. Für beide Teams beginnt 14 Tage später mit dem Start in die Serie 2016/17 der Ernst des Lebens. Entsprechend wichtig werden sie diese Partie nehmen, in der die Gäste natürlich Favorit sind.

 Trainer Armes kann sich dabei ruhiger auf diesen Test vorbereiten als QSV-Trainer Uwe Schwierske. Beide haben zwar Spieler für das Treffen der Kreisauswahl mit Germania Halberstadt am Freitag abzustellen, aber Schwierske muss noch zusätzlich mit seiner Truppe ein Testspiel am selben Abend, 19 Uhr, in Badeborn (Harzliga 2) bestreiten und zugleich vielleicht helfen, damit die Zweite, die 18.30 Uhr in der Lindenstraße gegen Dingelstedt antritt, über genügend Personal verfügt. Eine Reihe von Verletzungs- und anderen Ausfällen bereitet ihm dabei zusätzliche Probleme.

 Trotz des großen Kaders wird die Dreifachbelastung am Freitag möglicherweise unerwünschte Auswirkungen auf die Mannschaftsbesetzung und die Verfassung unserer Spieler am Sonntag haben.

 Hinter dem Quedlinburger Aufgebot für die Prestige trächtige Partie  steht also noch ein Fragezeichen. Erst wenn Trainer Uwe Schwierske am Sonnabend Bestandsaufnahme machen kann, weiß er, ob er zumindest das Gerüst der für die Punktspiele angedachten Stammformation zur Verfügung hat. Das ist schade und wirft die Frage auf, ob so kurz vor Saisonbeginn ein Schaulaufen der Harzer Talente für den Oberligisten Germania Halberstadt wirklich so gut in die Vorbereitung der kleineren Vereine passt.

 

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