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Quedlinburger SV

Abteilung Handball.

Handball Spielberichte Herren

Handball Spielberichte Herren (7)

Quedlinburger SV - TSG Calbe II  26:25 (11:13)

 

Zweiter gegen Erster, Quedlinburg gegen Calbe, so hieß die Auftaktbegegnung zur Rückrunde in der Bodelandhalle. Die vielen Zuschauer bekamen ein echtes Spitzenspiel zu sehen. Von der ersten bis zur letzten Sekunde war Feuer in der Partie.

 

Die Gäste gingen als Favorit in die Partie und strotzten gerade in den ersten Minuten auch vor Selbstvertrauen. Schnell gingen sie mit 2:1 in Führung. Weder die Abwehr noch Torwart Kai Winkler fanden den richtigen Zugriff auf die Würfe von Felix Hergel. Auch im Angriff lief es beim QSV noch nicht rund. Erst beim dritten Versuch überwand der sonst so sichere Linksaußen Christian Leweling den starken Calber Torwart. Zum Glück traf Erik Wilkerling sehr sicher vom Punkt, so dass der QSV in der 17. Minute wieder zum 5:5 ausgleichen konnte. Doch die Freude währte nur kurz, denn wieder setzte sich die TSG über außen auf 5:8 ab. Erwin Roscher musste handeln und stellte die Abwehr um. Zudem wechselte er Phillip Muschalla in das QSV-Tor. Und der führte sich gleich  mit einem gehaltenen Siebenmeter ein. Johannes Meusel verkürzte auf 6:8. Eine Minute später kaufte Muschalla auch dem nächsten Schützen vom Punkt den Schneid ab. Schon jetzt war Riesenstimmung in der Halle. Wilkerling war nach dem Spiel darüber hocherfreut. „So eine Unterstützung haben wir lange nicht gehabt.“ Danach eine kuriose Situation. Mit einem völlig überraschenden Seitenwechsel auf Mathias Bollmann wurde die komplette Gästeabwehr ausgehebelt und mit 8:9 der Anschluss wieder hergestellt. Doch im Gegenangriff zog der Spitzenreiter davon eine Kopie, denn genau mit dem gleichen Spielzug wurde der alte Abstand wieder hergestellt. Die Gäste drehten jetzt voll auf. Trotz Unterzahl erhöhten sie auf 10:13 und nur ein weiterer gehaltener Strafwurf von Muschalla hielt den QSV in Schlagdistanz. Mit 11:13 ging es unter Beifall in die Kabinen.

 

Uwe Biermann, stellvertretender QSV-Chef, fand das Spiel schon jetzt super: „Die Gäste sind zwar etwas besser in ihrer Spielanlage, aber vor allem unser Torwart macht ihnen das Leben richtig schwer.“

 

Erst im vierten Anlauf war Calbe in der 35. Minute beim Strafwurf erfolgreich und legte ein 14:16 vor. Endlich kam auch Falko Leweling besser zurecht. In der ersten Hälfte war für ihn durch die engmaschige Abwehr kein Durchkommen, doch das änderte sich jetzt. In der 38. Minute konnten dann die QSV-Fans endlich wieder den Ausgleich durch Steven Martinke bejubeln und eine Minute später sogar die Führung durch Wilkerling. Calbe bekam den achten Strafwurf zugesprochen und Roscher schickte dafür Winkler ins Gehäuse. Prompt hielt dieser nicht nur den Siebenmeter sondern auch noch den Nachwurf. Andre Glesmann, wie immer vor allem ein Abwehrgarant, traf nach schöner Ballstafette zum 22:19. Schon in der 50.Minute glichen die Gäste durch ihren besten Spieler Hergel zum 22:22 aus. Bis zum 25:25 in der 58. Minute ging dieses Spielchen. Der QSV legte vor und Calbe glich aus. Dazwischen ließen die Spieler noch Riesenchancen aus oder Torwart Muschalla raubte den Gästespielern auch den letzten Nerv. Die Zuschauer standen reihenweise vor einem Herzinfarkt und die letzten 60 Sekunden setzten dem Spiel die Krone auf. Falko Leweling setzte sich mit einer Körpertäuschung durch und erzielte das 26:25. Noch standen 50 Sekunden an der Anzeigetafel. Tatsächlich kam Calbe sogar noch zu einer großen Möglichkeit, doch Muschalla hatte sein Tor zugenagelt. Diese Riesenparade zog den Schlussstrich unter das bisher wahrscheinlich beste Spiel seiner jungen Laufbahn. Nach dem Spiel zu seiner Leistung befragt war er sehr zurückhaltend: „Ich hatte einen guten Tag, doch es geht noch viel besser.“

 

Aufstellung: Winkler, Muschalla - F. Leweling (8/4), Bollmann(2), Kamalev, Meusel (4), Martinke (2), Glesmann (2), Ch. Leweling (4), Sorkalle, Wilkerling (4/2)

 

SG Stahl Blankenburg 1948 - Quedlinburger SV 27:28 (11:13)

 

Erwin Roscher, Trainer der QSV-Handballer hat es zurzeit nicht leicht! Meistens weiß er erst kurz vor dem Spiel, welche Spieler er zur Verfügung hat oder wer vor allem arbeitsbedingt absagen muss. So auch beim Gastspiel in Blankenburg. Doch ein erfahrener Mann wie Roscher lässt sich dadurch auch nicht aus der Ruhe bringen und muss eben nach anderen Lösungen suchen. So überraschte er mit seiner ersten Aufstellung nicht nur den Gegner, sondern auch sein eigenes Team. Erstmals stand Bruno Nisser auf Linksaußen von Anfang an auf der Platte, da der dort sonst gesetzte Christian Leweling auf die halbe Position einrücken musste. Ein gelungener Schachzug, wie sich im Laufe des Spieles herausstellen sollte.

 

Die ersten 20 Minuten verliefen komplett ausgeglichen. Mal lag der Gastgeber und mal der QSV mit einem Tor vorn. Torwart Phillip Muschalla zeigte was er auf dem Kasten hat. Gleich den ersten Strafwurf von Blankenburg entschärfte er. Diese Aktion, oder das gute Spiel von Nisser, brachten dem jungen QSV-Team, mit einem Altersdurchschnitt von knapp 23 Jahren wahrscheinlich das jüngste Quedlinburger Herrenteam aller Zeiten, die notwendige Sicherheit. Johannes Meusel brachte immer wieder die Kreisspieler Steven Martinke und Konstantin Kamalev in Position, was in dieser schmalen Halle durchaus nicht ganz einfach war. Eine schöne Einzelleistung von Geburtstagskind Mathias Bollmann brachte beim 6:8 erstmals eine Zweitore-Führung. Dieser Vorsprung konnte so auch mit in die Pause genommen werden.

 

Auch nach dem Wechsel hielt zunächst die Führung. Während Erik Wilkerling auf QSV-Seite die gegebenen Strafwürfe sicher verwandelte, konnte Muschalla drei von sieben halten! Doch so nach und nach schlichen sich Unkonzentriertheiten in das Quedlinburger Spiel ein. Andre Glesmann überraschte den Blankenburger Torwart mit einem verdeckten Wurf zum 19:20, doch dann konnten die einheimischen Zuschauer zunächst den Ausgleich und in der 48. Minute sogar die 23:21 Führung bejubeln. Roscher nahm die Auszeit und ließ fortan den Aufbauspieler des Gastgebers pressdecken. Trotzdem bestand bis zur 54. Minute der Vorsprung (27:25). Als dann auch noch Leweling nach der dritten Zeitstrafe vom Feld musste, befürchtete Roscher die Niederlage: „Da dachte ich, jetzt war alle Mühe umsonst.“ Doch das Team belohnte sich zum Glück danach selbst. Die Partie wurde immer hektischer. Die sehr konsequent pfeifenden Schiedsrichter aus Wernigerode schickten jetzt die Akteure reihenweise auf die Strafbank. Die numerische Überlegenheit nutzte der QSV eindeutig besser aus. Zweimal wurde den in Unterzahl spielenden Blankenburgern der Ball abgeluchst und Nisser warf sicher zum 27:27 ein. Noch 40 Sekunden standen auf der Uhr. Völlig frei kam ein Stahl-Spieler zum Wurf, doch Muschalla hielt glänzend. Im Gegenangriff setzte sich Glesmann kraftvoll durch, so dass er nur durch ein Stoßen am Werfen gehindert werden konnte. Den fälligen Strafwurf verwandelte Wilkerling unter dem Jubel seiner Teamkollegen sicher. Die letzten Sekunden wurden noch über die Zeit gebracht und dann gab es ein großes QSV-Freuden-Knäul.

 

 

Aufstellung: Muschalla - Wilkerling (6/4), Glesmann (2), Martinke (4), Bollmann (1), Sorkalle, Ch. Leweling (4), Nisser (7), Brücke (2), Kamalev (1), Meusel (1)

Quedlinburger SV - Lok Oschersleben 25:21 (15:13)

 

Lag es am kurzfristig anberaumten Termin für das Nachholspiel vom 6.Spieltag oder war es der letzte schwache Auftritt der Quedlinburger Handballer vor 14 Tagen in eigener Halle, es fanden nur wenige Zuschauer den Weg in die Bodelandhalle. Diejenigen aber, die da waren, bekamen ein richtig gutes Handballspiel zu sehen!

 

Von Anfang an war das Geschehen komplett ausgeglichen. Die Gäste legten jeweils mit ihrem starken Aufbauspieler Wesemeyer vor doch Falko Leweling und David Weist glichen aus. Die erste Führung für den QSV erzielte Mathias Bollmann. Das Spiel der Gäste wirkte in den ersten 10 Minuten durchdachter. Erst nach und nach konnten die Quedlinburger den Verlauf beeinflussen. Schon beim Stand von 7:7 nahmen die Gäste die Auszeit. Diese wurde aber von den Hausherren besser genutzt. Erst Steven Martinke vom Kreis und dann Bollmann nach einem Rückhandanspiel von Johannes Meusel sorgten vielleicht für die schönsten Tore des Tages zum 9:7. Doch ein Durchatmen war nicht möglich. Der halbrechte Gästespieler Schwarz traf mit zwei wuchtigen Würfen zum Ausgleich. Dann erstmals ein 3 Tore Vorsprung des QSV durch Christian Leweling und Andre Glesmann zum 13:10 und eine Zeitstrafe gegen die Oscherslebener sollten für Ruhe sorgen. Doch trotz Unterzahl trafen sie nach einem doppelten Kempa-Trick und bekamen dafür völlig zu Recht sogar Beifall von den einheimischen Zuschauern. Halbzeitstand 15:13.

 

Die zweite Hälfte begann sehr nervös. Falko Leweling erhöhte auf 17:13. Etliche Fehlwürfe oder technische Fehler auf beiden Seiten ließen keinen Spielfluss zu. Auch die 4 Minuten dauernde Überzahl wurde vom QSV nicht genutzt, da zu eigensinnig der Abschluss gesucht wurde, anstatt den besser postierten Mitspieler anzuspielen. So kamen die jetzt konditionell nachlassenden Gäste wieder auf 19:16 heran. Zum Glück bewahrte Torwart Phillip Muschalla beim nächsten Angriff mit einem Riesenreflex den QSV vor dem Anschlusstreffer. Sekunden später ließ Weist einen echten Kracher vom Stapel. Leider sprang der Wurf nach zweimal Innenpfosten wieder ins Feld. Gleich im nächsten Angriff gab er einen weiteren Beweis seines Könnens ab: sein verdecktes Kreisanspiel verwandelte Christian Leweling zum entscheidenden 21:16. Mit Max Thiemer, Alexander Henke und Fabian Sorkalle wurden noch mal frische Kräfte gebracht um den verdienten 25:21 Sieg zu sichern.

 

Aufstellung: Muschalla - Hirsch, Glesmann(1), F. Leweling(5/3), Sorkalle, Thiemer, Bollmann(2), Meusel(2), Weist(6/1), Ch. Leweling(7), Martinke(2), Henke, Kamalev

 

Wer auf ähnliche Spannung wie bei der knappen 24:25 Niederlage der B-Jugend gegen den Barleber HC im Derby der Herren gegen Blankenburg gehofft hatte, wurde enttäuscht: Nur in den ersten 20 Minuten konnten die Stahl-Handballer mit dem Tabellendritten mithalten, ehe das 39:23 (20:10) des QSV seinen Lauf nahm.

 

Torwart Yves Ballin setzte gleich nach 30 Sekunden ein Achtungszeichen, denn er hielt den ersten Strafwurf der Gäste. Andre Glesmann und Falko Leweling legten zum 2:0 vor, doch noch ließen die Blankenburger nicht locker. Bis zur 6. Minute drehten sie das Ergebnis auf 2:3, denn so richtig fand die Abwehr des QSV  keine Bindung. Der Angriff nahm jetzt jedoch langsam Fahrt auf. Mit schnellen Ballstafetten wurden die Lücken in der Gästeabwehr aufgedeckt. Mathias Bollmann konnte sich so gleich mehrfach von der Rechtsaußenposition auszeichnen. Den letztmaligen Anschlusstreffer zum 6:5 erreichte die SG vom 7m-Punkt. In den verbleibenden 12 Minuten bis zur Pause wurden sie dann an die Wand gespielt. Auftakt dafür war ein zentimetergenaues Abspiel von Ballin auf Christian Leweling, welches dieser mit einer akrobatischen Einlage verwandelte. Jetzt stand auch die Abwehr so, wie man es in den letzten Spielen gewohnt war. Immer wieder wurden die einfallslosen Angriffe der Gäste durch schnelles Verschieben abgewehrt und die resultierenden Konter stachen. Nach längerer Krankheitspause stand Kreisläufer Steven Martinke wieder auf der Platte. Durch verdeckte Anspiele von David Weist und Leweling  konnte er sich oft in Szene setzten. Beim 13:7 narrte er mit einer Körpertäuschung gleich zwei Gegenspieler. Bis auf ein schönes Tor von Michael John hatten die  Blankenburger in dieser Phase nichts entgegenzusetzen. Den ersten 10 Tore-Vorsprung erzielte Erik Wilkerling mit einem gekonnten Heber. Mit 20:10 ging es dann in die Pause. Für den ehemaligen QSVer Tino Winkelmann waren die Schnelligkeitsvorteile ausschlaggebend: „Die Blankenburger wissen doch teilweise gar nicht wo der Ball ist.“ „

 

Den zweiten Abschnitt nutzte QSV-Coach Erwin Roscher für etliche Wechsel. Zum ersten Einsatz kamen so die A-Jugendlichen Fabian Sorkalle und Benjamin Labérie. Beide wurden übrigens vor dem Spiel zusammen  mit ihrem A-Jugend-Team für den 2. Platz in der spielbezirksübergreifenden Liga geehrt. Die vielen Änderungen taten dem Spielverlauf aber  keinen Abbruch. Bis auf 29:14 wuchs der Vorsprung an. Die Gäste konnten sich bei ihrem besten Spieler Torwart Axel Fickenwirth und bei Pfosten und Latte ihres Tores bedanken, dass es kein noch höheres Ergebnis wurde. Da die Konzentration beim Gastgeber logischer Weise nachließ, konnte Stahl sogar noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Bemerkenswert aus QSV Sicht war noch das erste Tor von Labérie bei den Herren und ein wunderschönes Tor  von Falko Leweling nach einem Kempa-Trick von David Weist.

 

Blankenburgs Verantwortlicher Rene Malter war total bedient: „Natürlich waren wir ersatzgeschwächt, aber damit dieses Debakel zu erklären wäre falsch. Die Quedlinburger waren uns in allen Belange überlegen. Allein die Abspiele von David Weist waren eine Klasse für sich.“

 

Aufstellung: Ballin, Muschalla - F. Leweling (7), Wilkerling (1), Kamalev (1), Bollmann (6); Martinke (5), Labérie (1), Sorkalle, Ch. Leweling (5), Weist (11/3), Glesmann (2)

 

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